Der Maare-Mosel-Radweg

Radlen, wo einst die Dampflok schnaufte

Radfahren erfeut sich immer größerer Beliebtheit. Der eine tut es für die Gesundheit, der nächste macht sich mit seiner Familie am Wochenende zu einer Radtour auf und manch einer möchte beim Radeln die schöne Landschaft genießen.

Allen gemeinsam ist, dass sie einen gut ausgebauten Radweg suchen, auf dem sich dem Hobby, unbehelligt von Autoverkehr und Abgasen, frönen lässt.
Opitimale Voraussetzungen dafür bietet der Maare-Mosel-Radweg, der auf einer ehemaligen Bahntrasse angelegt wurde.
55 Kilometer lang von Daun bis nach Bernkastel-Kues lässt es sich mit nur geringer Steigung hervorragend durch die schöne Landschaft von Eifel und Mosel fahren. Aufgrund der weitgehend flachen Strecke, die eine maximale Steigung von 2,5 Prozent aufweist, können auch Ungeübte oder Kinder gut mithalten. Die Wege sind meist asphaltiert oder sehr gut befestigt und daher auch für alle Fahrradtypen vom Mountainbike bis zum Rennrad sowie für Inliner geeignet.
Bis auf einen kleinen Abschnitt zwischen Wittlich und Platten, der auf einer Straße entlangführt, kann man auf der ganzen Strecke abseits vom Autoverkehr fahren und muss nur hin- und wieder eine Straße kreuzen. Nur bei der Durchfahrt von Ortschaften sollte mit Autoverkehr gerechnet werden.
Der besondere Reiz des Maare-Mosel-Radweges liegt sicher in seiner landschaftlichen Schönheit und den vielen Möglichkeiten entlang der Strecke, kleine Extratouren zu machen oder einzukehren. Schon beimStart in Daun erreicht man nach wenigen Metern das erste Viadukt, das über die B 257 führt. Ein 560 Meter langer Tunnel, das “Große Schlitzohr” gehört ebenfalls zu den Attraktionen des Radweges. Auf der weiteren Strecke in Richtung Wittlich kommt man an Mehren, Schalkenmehren und Gillenfeld vorbei. Auch hier bietet sich die Gelegenheit, vom Radweg abzuweichen und zu den Maaren zu fahren. Hinter Gillenfeld radelt man an Eckfeld und Pantenburg vorbei. Vom Bahnhof Pantenburg aus lohnt sich ein Ausflug zu den Burgen in Manderscheid. Über Manderscheid, Wallscheid, Laufeld, Hasborn und Plein erreicht man schließlich nach 36 Kilometern Wittlich. Auf dem letzten Teilstück zwischen Greimerath und Wittlich durchfährt man drei Tunnel. Sehenswert ist auch hier das alte Viadukt, das allerdings nicht befahren werden kann.
Das letzte Teilstück des Radweges führt über 19 Kilometer von Wittlich nach Bernkastel-Kues. Zwischen Wittlich und Maring-Noviand verläuft die Trasse entlang der Lieser, bevor es dann an der Mosel über Lieser nach Bernkastel-Kues weitergeht. Hier findet, wer gerne noch weiter fahren möchte, Anschluss an den Mosel-Radweg. Überall entlang des Radweges gibt es Möglichkeiten einzukehren und sich zu stärken. Verfahren kann man sich eigentlich nicht. Der ganze Weg ist gut ausgeschildert mit Kilometerangabe zu den nächsten Orten. An den vielen Rastplätzen am Rande der Tour zeigen Übersichtskarten wieviel der Strecke bereits bewältigt wurde. Sportlichere Fahrer, die etwas für die Kondition tun wollen, sollten die Tour von Bernkastel-Kues in Richtung Daun angehen. Liegt der Radweg in Bernkastel auf einer Höhe von zirka 100 Metern, so liegt der höchste Punkt bei Eckfeld bei zirka 450 Metern, so dass man beständig eine leichte Steigung zu bewältigen hat. Bis Gillenfeld fällt der Weg dann wieder auf 400 Meter ab.
In den Sommermonaten haben die Radfahrer die Möglichkeit den “Radelbus” in Anspruch zu nehmen. Dieser fährt im Rahmen des regelmäßigen Linienverkehrs in von Daun bis nach Morbach. Eine weiteren Service gibt es für Gruppen. Ein Bus kann vorbestellt und reserviert werden und bringt vom vereinbarten Ort die ganze Gruppe mit ihren Drahteseln zum gewünschten Ziel.

 

# Link | Hermann Lockmann | Dieser Artikel erschien am Dienstag, 12. August 2008 um 17:52 Uhr in Mosel | 2738 Aufrufe

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