In Piesport ist die Heimat des "Goldtröpfchens", der weltberühmten Weinlage. Schon die Römer wußten diese vom Klima begünstigten Steillagen zu schätzen. Römische Kelteranlagen aus dem 2. und 4. Jh. n. Chr. belegen diese 2000-jährige Weintradition. Eine Kelter wurde originalgetreu restauriert und ist voll funktionstüchtig, die jedes Jahr Anfang Oktober Mittelpunkt des "Römischen Kelterfestes" ist. Dieses historische Schauspiel sollte man sich nicht entgehen lassen. Weitere Zeugnisse römischer Präsenz sind die Funde eines wertvollen Diatretglases und einer goldenen Gewandspange, der "Kaiserfibel", die im Landesmuseum Trier zu sehen sind. Vor Ort gehören die Rokoko-Pfarrkirche St. Michael und die "Moselloreley" zum Pflichtprogramm eines jeden Besuchers.

Römische Kelteranlage

Im Jahre 1985 wurde archäologisch nachgewiesen, dass in Piesport schon seit dem 4. Jahrhundert n. Chr. Wein bearbeitet wurde. Bei umfangreichen Untersuchungen des Rheinischen Landesmuseums konnten am westlichen Ortsrand (Flur "Im Briesch") mehr als zehn Räume und sieben Becken bzw. Wannen einer größeren römischen Kelteranlage nachgewiesen werden. Die Besonderheit der Anlage besteht in der Vielzahl und der Anordnung der Becken, die ausnahmslos mit einem Estrich aus einem Kalk-Ziegelgemisch versehen waren, wobei die Winkel zusätzlich durch einen Viertelrundstab abgedichtet waren. Das Fundmaterial der Kelteranlage datiert in die Hälfte des 3./4. Jahrhunderts n.Chr. Vereinzelte merowingerzeitliche Scherben könnten ebenso wie zwei auf einem östlichen Nachbargrundstück im Jahre 1949 freigelegte Gräber des 7. Jahrhunderts eine kontinuierliche Nutzung bis ins frühe Mittelalter erkennen lassen. Ein kleineres Rebmesser und eine Bleiplombe, die aufgrund ihrer Form und Schrift vermutlich aus Nordafrika stammt, geben den Hinweis auf importierte Gewürze, die in der Antike dem Wein zugesetzt wurden. Die Größe der Kelteranlage lässt auf eine staatliche Einrichtung schliessen. Die möglicherweise für den kaiserlichen Hof oder die Präfektur in Trier arbeitete.

Antike Schifffahrt mit dem Weinschiff „Stella Noviomagi“ zur Kelteranlage in Piesport am Mittwoch, den 6. September, um 14 Uhr ab Neumagen Dhron

Das Römische Weinschiff läuft zu einer zweistündigen Fahrt von Neumagen zur Kelteranlage nach Pieport aus. An Bord ist ein Gästeführer, der die Gäste durch die römische Kelteranlage begleitet. Nach einem Glas Wein als Stärkung in der Kelteranlage geht die Fahrt wieder zurück nach Neumagen-Dhron.

Start ist jeweils um 14.00 Uhr ab dem eigens für die Stella hergestellten kleinen Hafen in der Moselstraße in Neumagen-Dhron. Aufgrund der großen Nachfrage sollte die Fahrt auf dem Weinschiff im Vorfeld gebucht werden. Das Erlebnis, wie ein Römer die Mosel entlang zu fahren, lohnt sich. Das Schiff kann auch voll gechartert werden, inklusive Kapitän und Matrose.

Wanderwege um Piesport

Was wäre eine Wein- und Kulturlandschaft, ohne Wanderwege? Die Weinberge hautnah erleben, tolle Aussichten und immer einen Blick auf die Mosel. Piesport und Umgebung verfügt über ein gut ausgebautes und ausgeschildertes Netz aus spektakulären Wanderwegen. An vielen Knotenpunkten finden sich neben Wegweisern auch Orientierungstafeln, so dass es für die Orientierung der näheren Umgebung nicht einmal kartographischer Kenntnisse bedarf. Vom ruhigen Spaziergang entlang der Mosel bis zum ausgesetzten Pfad hoch über den felsigen Hängen der Mosel, ist in Piesport alles möglich. Außerdem kreuzen zwei Langstrecken-Wanderwege den Moselort. Der "Moselhöhenweg" und den von Bingen führenden "Ausonius-Wanderweg". Das macht Piesport zu einem beliebten Zwischenziel für alle Wanderer, die auf langen Strecken unterwegs sind.

Römische Weinwanderung in Piesport am Samstag, 9. September, um 17.30 Uhr ab „Altes Bürgerhaus“ in Piesport.

Auf der Römischen Weinwanderung haben Sie die Möglichkeit auf einer Strecke von zwei Kilometer erfrischend spritzige Piesporter Weine zu kosten und bei guter Stimmung mehr über den berühmten Weinbau in Piesport zu erfahren. Die Winzerkapelle „Moselloreley“ wird Sie auf der Strecke begleiten und mit musikalischen Schmankerln die Wanderung in einer herrlichen Kulturlandschaft bereichern. Ein Highlight dieser Wanderung wird der Besuch der größten noch erhaltenen römischen Kelteranlage an der Mosel sein. 

# Link | Bettina Bartzen | Dieser Artikel erschien am Montag, 04. September 2017 um 09:16 Uhr | 116 Aufrufe | 0 Kommentare | Kommentare per RSS-Feed abonnieren

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Kultur- und Weinbotschafter an der Mosel

Mosel erleben mit den Kultur- und Weinbotschaftern bedeutet, die Mosel mit allen Sinnen genießen. Diese qualifizierten Gästebegleiter haben eine Leidenschaft für die Region. Als Bindeglied zwischen Winzern, Tourismusbüros und Gästen zeigen sie grandiose Ausblicke mit unvergesslichen Weinerlebnissen. Sie lassen die Gäste am Lebens des Moselaners teilnehmen und offenbaren so manches Geheimnis der Einheimischen. Als Kultur- und Weinbotschafter bieten sie Weinwanderungen an oder organisieren Weinevents. Die Angebote werden individuell ausgearbeitet, ob zu Fuß, mit dem Rad, dem Segway, Boot oder dem Geländewagen. Viele Kultur- und Weinbotschafter sind auch Winzer, Gastronomen oder Gästeführer mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Naturerlebnisbegleiter (Spezialisten in Sachen Artenvielfalt), Gästeführer der Stadt Trier oder Saarburg, Kirchenführer oder Domführer. Infos unter: http://www.kultur-und-weinbotschafter.de

Moselfest - ältestes Weinfest Deutschlands

Zum Bernkasteler Weinfest regiert fünf Tage lang die Mosella, Orts-Weinkönigin von Bernkastel-Kues, in der Stadt. In diesem Jahr wird Mosella Kathrin I mit ihren Prinzessinnen Jenny und Alexandra die rund 200.000 Besucher empfangen. Zum feierlichen Empfang am Marktplatz sind auch die Weinhoheiten aller am Weinfest beteiligten Gemeinden eingeladen. Neben einem geschichtlichen Rückblick mit Ritter von Hunolstein und dem Herold versammeln sich einige Hundert Schaulustige auf dem historischen Marktplatz, um der Begrüßungs-Zeremonie beizuwohnen. Empfang der Mosella Kathrin I. am Freitag, 1.September 2017.

Eröffnet wird das Weinfest mit einem Weinprobierabend an allen Weinständen. Auf der Weinstraße der Mittelmosel, am historischen Marktplatz und auf dem Karlsbader Platz werden an über 30 Weinständen bekannte Rieslingweine aus Einzellagen wie Kueser Kardinalsberg, Bernkasteler Doctor, Wehlener Sonnenuhr, Mülheimer Sonnenlay, Graacher Himmelreich, Ürziger Würzgarten oder Brauneberger Juffer präsentiert. Weitere Höhepunkte sind das Brillant-Feuerwerk von der Burg Landshut und dem Bernkasteler Moselufer sowie der farbenprächtige Winzerfestzug.

Winzerfestzug am Sonntag, den 3. September, um 14 Uhr in Bernkastel

Dieser farbenfrohe Winzerfestzug wird von Moselweinkönigin Lisa Schmitt, angeführt. Mehr als 90 Gruppierungen aus aller Welt sind mit dabei. Weinmajestäten aus über 20 Moselgemeinden, Fanfarenzüge, Musikvereine, Tanzgruppen und viele weitere Teilnehmer.

Erlebnismeile am Kueser Moselufer

Jahrmarkt und Handwerkermarkt bilden traditionell das Gegenstück zur Weinstraße der Mittelmosel am anderen Flussufer. Handwerkliche Produkte wie Taschen, Holzschnitzereien, Schmuck, Windspiele, Seife, aber auch kleinere Attraktionen wie Ponyreiten oder ein mittelalterliches Fotoshooting laden zum bummeln ein. Eine schöne Alternative zum turbulenten Vergnügungspark, wo die mutigen mit Adrenalinbedarf zu ihrem Glück kommen. Großer Vergnügungspark und Kunsthandwerkermarkt am Kueser Moselufer: 1. bis 5. September 2017.

Wer nicht so lange warten möchte, kann schon ab Freitag, den 25. bis 27. August am Rachtiger Weinstraßenfest teilnehmen. Wein & Sekt, moseltypische Spezialitäten sorgen für einen rundum Wohlfühl-Abend.

Noch ein Event, das man sich nicht entgehen lassen sollte:

Taschenlampenkonzert am Deutschen Eck in Koblenz am Samstag, den 26. August ab 20 Uhr

Für viele Kinder ist das Taschenlampenkonzert das erste Konzert, das abends beginnt und noch dazu unter freiem Himmel spielt – ein echtes Erlebnis also. Hier darf laut mitgesungen, wild getanzt und kunstvoll-spontan herumgeleuchtet werden. Und wenn es dann richtig dunkel ist, werden die Taschenlampen der Kinder zu den eigentlichen Stars des Konzerts. Der Höhepunkt des Konzerts ist das Taschenlampenlied, das die Konzertbesucher gemeinsam mit der Band Rumpelstil singen, in den Himmel blickend ihre großen und kleinen Wünsche ins Firmament schreiben. Dieses Konzert organisiert „Der Bunte Kreis Rheinland“, ein gemeinnütziger Verein, der Familien in schwierigen Situationen unterstützt. Sie beraten und begleiten Familien von der stationären Versorgung in ihren Lebensalltag zu Hause und geben Raum, das Erlebte zu verarbeiten. Infos: http://www.bunterkreis.de

 

 

# Link | Bettina Bartzen | Dieser Artikel erschien am Freitag, 18. August 2017 um 17:38 Uhr | 143 Aufrufe | 0 Kommentare | Kommentare per RSS-Feed abonnieren

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Probieren Sie kommendes Wochenende an zehn verschiedenen Ständen erlesene Weine aus dem Liesertal. Denn die Straßenfestsaison an der Mittelmosel wird vom 5. bis 6. August in Maring Noviand eröffnet. Winzer laden zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Maring zum Feiern und Genießen ein. Ein besonderes Highlight ist die feierliche Eröffnung durch die Weinkönigin Marie I. und dem Ortsbürgermeister Hans-Josef Edringer, sowie die Krönung der neuen Weinkönigin Kathrin I., die den Moselort für ein Jahr präsentiert. Sie wird am Freitag um 20 Uhr gekrönt. Die Weinstände werden am Freitag, dem 4. August um 18.00 Uhr, Samstag um 12.00 Uhr und Sonntag um 11.00 Uhr eröffnet.

Der Moselort Maring-Noviand ist eine lebendige Gemeinde mit gepflegten Winzerhäusern, alten, romantisch anmutenden engen Ortskernen und modernen Wohngegenden. Umgeben von ausgedehnten Waldgebieten, Wiesen und Weinbergen mit steilen Schieferhängen, die zu erlebnisreichen Spaziergängen und Wanderungen einladen. Eine römische Kelterstation aus dem zweiten Jahrhundert, alte Gewölbekeller und der Klosterhof Siebenborn sind interessante Sehenswürdigkeiten in dieser Gegend. Erleben Sie die Einzigartigkeit des romantischen Liesertals im Herzen der Mittelmosel mit hervorragenden Weinlagen und ausgezeichneten Weingütern. Die unberührte Natur lädt zum Wandern, Radfahren und Reiten ein.

Der Maare-Mosel-Radweg geht von Bernkastel-Kues bis nach Daun und ist sehr gut für Kinder, Familien, Senioren und Genuss-Radler geeignet, aber auch für Rennradfahrer oder Mountainbiker. Sie sehen alte römische Anlagen, die meist nicht fern vom Radweg liegen oder fahren an den uralten Maaren mit ihren dunkel-bläulichen Wassern entlang.

Wandern Sie durch Weinberge, entlang der Flüsse Lieser und Mosel, auf großen Fernwanderwegen, wie dem Moselsteig und dem Mosel-Camino bieten jedem Wanderfreund die richtige Tour. Es gibt viele ausgearbeitete Wandertouren in der näheren Umgebung. Wie zum Beispiel die Honigberg Tour mit wunderbarem Blick ins Moseltal. Weitere Infos erfahren sie in der Touristinformation Maring Noviand. Telefon: 06535 – 944200.

Die Lieser entspringt in der Hocheifel, dem höchsten Teil des Mittelgebirges Eifel. Ihre Quelle liegt bei Boxberg, einer Gemeinde im Landkreis Vulkaneifel. Nachdem sie die Wittlicher Senke erreicht hat, durchbricht der Fluss die Moselberge und mündet bei der Gemeinde Lieser in die von Südwesten kommende Mosel. Hier gedeiht der Riesling mit Hilfe der Winzer, die mit ihrer Erfahrung den Wein zu einem einzigartigen Genuss machen.

In der Klostermühle Siebenborn wird Regionales aus Eifel, Mosel, Hunsrück mit italienischer Kochkunst verbunden. Alles frisch und von den Jahreszeiten inspiriert. Mit frischen Kräutern aus dem Klostergarten im Frühling, leichter mediterraner Küche im Sommer, Wildspezialitäten im Herbst oder einer Martinsgans im Winter. Das Essen in der Klostermühle Siebenborn ist ein kulinarisches Erlebnis und eine wunderbare Ruheinsel in stilvollen Ambiente am Maare Mosel Radweg.

 

 

 

# Link | Bettina Bartzen | Dieser Artikel erschien am Montag, 31. Juli 2017 um 08:54 Uhr | 184 Aufrufe | 0 Kommentare | Kommentare per RSS-Feed abonnieren

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Zeltingen-Rachtig ist womöglich das einzige Dorf mit einer eigenen Operette, die alle zwei Jahre aufgeführt wird. Hier erleben Sie Geschichte in einer ganz eigenen Atmosphäre.

Entdecken Sie bei einem Bummel durch die Straßen und Gassen die vielen Sehenswürdigkeiten in den beiden Dörfern. Hier finden Sie Häuser aus unterschiedlichen Zeiten, wie der Renaissance, des Barocks, des Rokokos und des Jugendstils. Mit Sicherheit gehen beide Orte auf eine keltische Gründung zurück. Erste urkundliche Erwähnungen gibt es erst 1085 unserer Zeitrechnung. Das Moselufer und die Höhen über Zeltingen-Rachtig waren nachweisbar schon um 3.500 v. Chr. bewohnt. Beide Orte hatten bis zum frühen 19. Jahrhundert eine Sonderstellung inmitten der Trierer Lande. Zeltingen-Rachtig war eine politische Enklave des Erzbistums Köln. Diese Tatsache spricht man Erzbischof Kunibert von Köln (623 – 663) zu, dessen Geburtsstätte die Burg bei Zeltingen nach alter Überlieferung sein soll. Ihm ist es zu verdanken, dass Zeltingen-Rachtig seit dem frühen siebten Jahrhundert bis zur Zeit der Franzosenherrschaft „churkölnisch” blieb.

Mehr erfahren Sie über die Geschichte der beiden Orte und über das Leben in einem Moseldorf vom Mittelalter bis zur Neuzeit auf dem Kulturweg: „Von Kurköln zu den Deutschherren“

Dieser Rundweg mit einer Länge von 7 km führt durch die Weinberge und die historischen Dorfkerne von Zeltingen und Rachtig. Auf Informationstafeln wird dargelegt, wie Politik, Ökonomie und Religion die frühere Dorfgemeinschaft prägten, und wie sich das Leben und Arbeiten über die Jahrhunderte veränderten. In historischer Hinsicht thematisiert der Kulturweg im wesentlichen Spätmittelalter und Neuzeit bis zur Französischen Revolution und der Auflösung des heiligen römischen Reiches deutscher Nation, kunstgeschichtlich umreißt er die Epochen von der Gotik bis zum Spätbarock.

Die Moseloperette „Zeltinger Himmelreich“ starten an folgenden Terminen: Freitag, 21. Juli und Samstag, 22. Juli, Dienstag, 25. Juli, Freitag, 28. Juli und Samstag, der 29. Juli 2017, Karten gibt es im Verkehrsbüro.

Die Moseloperette

Das ist eine ganz besondere Operette, die nur aus Laienspieler besteht. Der Wein spielt, wie soll es anders sein, die Hauptrolle. Man schreibt das Jahr 1780, und die Winzersleute im churcölnischen Oberamte Zeltingen-Rachtig begehren gegen ihren Landesherren, den Kurfürsten zu Cöln auf. Sie wollen den Zehnten nicht mehr zahlen, der alljährlich in Form von Wein aus den hervorragenden Zeltinger Weinlagen „Zeltinger Himmelreich, Schloßberg Sonnenuhr und Deutschherrenberg" zu erbringen ist.

Man lässt dem Kurfürsten ausrichten, der Wein sei in diesem Jahr so sauer, dass er unmöglich bei Hofe kredenzt werden könne. Als urplötzlich ein Abgesandter des Kurfürsten auftaucht, um sich vor Ort von der Qualität des Weines zu überzeugen, ist die Aufregung verständlicherweise groß. Doch mit einer List gelingt es den pfiffigen Winzern, den Kontrolleur hinters Licht zu führen. Und natürlich darf auch eine Liebesgeschichte in der Operette nicht fehlen.

Wie ein roter Faden läuft das Erzeugnis der Heimat, der Zeltinger Wein, „Zeltinger Himmelreich“ durch die Geschichte über Liebe und Heimat. Im Wein liegt Leben und Tod, Glück und Unglück, Freud und Leid des Winzers – der Wein ist sein Leben. Diese Weine können Sie direkt vor Ort, während der Operette genießen.

Die Operette entstand in den 50er Jahren, als Zeltingen-Rachtig einen Lieder-Wettbewerb ausschrieb. Der Komponist Werner Stamm gewann drei Wochen Urlaub in Zeltingen-Rachtig - und es gefiel ihm dort so gut, dass er gleich eine ganze Operette über das Winzerleben und über eine fast wahre Begebenheit ausgangs des 18. Jahrhunderts schrieb. Die Uraufführung fand am 5. Januar 1955 im Saale des Hotel Nicolay zur Post statt. Inzwischen werden alle zwei Jahre je fünf Vorstellungen gegeben. Die Freilichtbühne steht seit 1980 auf dem Marktplatz von Zeltingen, der zugleich der Ort der Handlung ist - authentischer geht's nicht. Und wenn das Wetter nicht mitmacht, wird im Rosenburgsaal des Kelterhauses Schorlemers (50m vom Marktplatz) gespielt.

 

 

 

 


 

# Link | Bettina Bartzen | Dieser Artikel erschien am Montag, 10. Juli 2017 um 18:29 Uhr | 511 Aufrufe | 0 Kommentare | Kommentare per RSS-Feed abonnieren

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„Musik ist die einzige Sprache, in der man nicht lügen kann.“ Das sagte einmal der berühmte Violinist und Dirigent Yehudi Menuhin (1916-1999) Das Mosel Musikfestival baut mit seinem Programm musikalische Brücken über ideologische, religiöse und sprachliche Grenzen hinweg. Internationale Künstler aus der Türkei, Dänemark, England, der Schweiz, Russland, den USA oder Finnland musizieren Seite an Seite mit nationalen oder regionalen Akteuren. Mit rund 50 Veranstaltungen ist das Mosel Musikfestival das älteste und größte Festival für klassische Musik in Rheinland-Pfalz und eines der größten in Deutschland. Auch in diesem Jahr wird die gesamte Mosel-Region wieder in eine klingende Konzertbühne von internationalem Rang verwandelt.

Eröffnungskonzert - Schönberg: A Survivor from Warsaw - Beethoven: 9. Sinfonie

Samstag, 8. Juli 2017, 20.00 Uhr in der ehemaligen Abteikirche St. Maximin in Trier

Arnold Schönbergs Werk „Survivor from Warsaw“ (Überlebender aus Warschau) erschüttert die Seele und gilt als eines der wichtigsten musikalischen Auseinandersetzungen mit dem Holocaust. In dem etwa siebenminütigen Melodram beschreibt Schönberg in strenger Zwölftontechnik bereits zwei Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg die Niederschlagung des Aufstands im Warschauer Ghetto von 1943. Es war der ausdrückliche Wunsch von Opernsänger Franz Grundheber das dreisprachige Werk in das Programm des Eröffnungskonzertes aufzunehmen. Expressiv deklamiert Grundheber sowohl den Erzähler auf Englisch als auch die Kommandos des Feldwebels auf Deutsch und offenbart in jenen Worten und Sätzen einen Kosmos an Bühnenerfahrung und schauspielerischem Können. Über den Zählappell erhebt sich der Chor mit dem „Schma Jisrael“, dem jüdischen Glaubensbekenntnis. Auf Apokalypse folgt Hoffnung: Die neunte Sinfonie von Ludwig van Beethoven (Uraufführung 1824) beschwört Einigkeit, Freiheit und Humanität und ist weltweit eins der populärsten Werke der klassischen Musik.

Renaud Capuçon, Violine und Khatia Buniatishvili, Klavier - French Connection Dienstag, 11. Juli, um 20 Uhr im Barocksaal Kloster Machern, Bernkastel-Wehlen

Beide Künstler interpretieren vier romantische Stücke für Violine und Klavier von Antonin Dvorák, die Sonate für Violine und Klavier Nr. 3 c-Moll von Edvard Grieg und die Sonate für Violine und Klavier A-Dur von César Franck.

 

Die Konzerte finden an interessanten Spielstätten statt.

Hier eine kleine Auswahl:

Weingut Markus Molitor, Haus Klosterberg 1, in Bernkastel-Wehlen

Mit viel Liebe zum Detail, historischen und modernen Materialien ist das Gut mit seiner neuen Vinothek ein architektonisches Highlight unter den Weingütern an der Mosel – u.a. ausgezeichnet mit dem "Architekturpreis Wein 2013".

Kloster Machern, An der Zeltinger Brücke, in Bernkastel-Wehlen

Nach dem Jahr 1084 gab es schon Erwähnungen eines Weingutes am Ort des späteren Zisterzienserinnenklosters. Die eigentliche Gründung vollzog sich im Jahre 1238, in dem es als Frauenkloster in den Ordensverband der Zisterzienser aufgenommen und der Abtei Himmerod unterstellt wurde. Seine Lage im Herzstück der Mittelmosel und die bedeutende Stellung des Zisterzienserordens im europäischen Spitzenweinbau (vor allem Clairvaux – Burgund, Kloster Eberbach - Rheingau, Kloster Himmerod - Mosel) machten Machern mit seinen Besitztümern in Wehlen, Rachtig und Zeltingen zu einem einflussreichen weinbaulichen Zentrum.

Einheimische Bürger bedachten die Abtei mit großzügigen Schenkungen von Ländereien und mit den ohnehin fälligen Abgaben, dem Patronats- recht der umliegenden Orte, entwickelte sich Machern zur einer wohlhabenden und bedeutenden Abtei. 1395 verlieh der Bischof von Trier ihr das Recht zum Weinausschank und zur Gerichtsbarkeit während der Jahrmärkte in Machern. Erst im 16. Jahrhundert begann der Glanz langsam zu verblassen und in den Kriegswirren des Dreißigjährigen Krieges blieb das Kloster nicht unbeschadet.

Nach Kriegsende begann man am Ausgang des 17. Jahrhunderts unter der bedeutenden Äbtissin Maria Ursula von Metternich mit einem Neubau der Gebäude, die im 18. Jahrhundert in der heute bestehenden festlich barocken Form fertig gestellt wurden.

Ende des 18. Jahrhunderts war der Verfall des Klosters jedoch nicht mehr aufzuhalten. Ökonomische Einbußen gingen einher mit dem Verlust klösterlicher Traditionen. 1793 bestand der einst blühende Convent lediglich aus sechs Klosterfrauen und einer Äbtissin. 1802 wurde die Abtei durch die napoleonische Säkularisierung geschlossen und der Besitz zur landwirtschaftlichen Nutzung veräußert. Die Kirche diente als Scheune, Fenster wurden zugemauert, Decken und Wände schwer beschädigt. Zweihundert Jahre lang war das gesamte Gebäudeensemble dem Verfall preisgegeben.

Erst 1969 entdeckte Weingutbesitzer Franz Schneider den Reiz von Kloster Machern neu und erwarb den Besitz. Liebevoll verlieh er dem gefundenen Schmuckstück moselländischer Sakralarchitektur in zwanzigjähriger Restaurierung neuen Glanz. Im Jahre 2000 wurde das Kloster von dem Bürgerverein 1864 AG und der Günther Reh Stiftung, die dem Behindertensozialwerk in Bernkastel-Kues zugute kommt, erworben und die Hofgut „Stift Kloster Machern“ AG gegründet. Das Kloster wurde für die heutige Nutzung renoviert und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Es beherbergt heute Freizeitmöglichkeiten, Gastronomie und ein Museum.

In der Güterhalle "Alter Bahnhof",

im Stadtteil Kues gelegen, finden das ganze Jahr über Veranstaltungen verschiedenster Art statt. Von Edelsteintagen bis zu Foren über exotische Tiere, Antik- und Flohmärkte, bis zu Informationsveranstaltungen.

Das Weingut „Rebenhof – Die Riesling Manufaktur“ befindet sich Ürzig, im Herzen der Mittelmosel, unweit der mittelalterlichen Wein- und Philosophenstadt Bernkastel-Kues. Das moderne Ambiente des Riesling-Weingutes stellt eine Hommage an die Leitrebsorte der Mosel dar. Klare Linien, natürliche Materialien wie Schiefer und Eichenholz stehen im Kontrast zu Glas und Stahl.

Auf ca. 7 ha werden ausschließlich Rieslinge, größtenteils aus den Steilhängen der berühmten Weinlagen „Ürziger Würzgarten“ und „Erdener Treppchen“ angebaut. Bewusst niedrig gehaltene Erträge der überwiegend alten wurzelechten Rieslingreben entfalten das ganze Potential des Weinbergs. Durch behutsame Vinifikation (selektive Handlese, schonende Traubenverarbeitung, langsame natürliche Vergärung und Reife) bleibt der Wein so erhalten was die Traube mitgebracht hat. Das Terroir, die Synthese aus Boden, Mikroklima, Reben und dem Können des Winzers, kann im Glas eine spannende Faszination auslösen.

Rittersaal Schloss Veldenz

Mittelalterliches Ambiente finden Sie im Rittersaal mit großem Kamin, Eichentischen, Truhen, Radleuchter, Ritterrüstungen und einem Wandteppich "Kaiser Heinrichs Romfahrt". Eine "Ahnengalerie" zeigt die Wittelsbacher Fürsten des Fürstentums Pfalz-Veldenz. Ausgestellt sind original Fundstücke von Münzen bis zur Kanone. Der Speisesaal mit Küche wird heute für Jugendfreizeiten genutzt.

Ehemaliges Kraftwerk, Bahnstraße 36, in Traben-Trarbach

Das Kohlekraftwerk war von 1890 bis 1918 in Betrieb und versorgte ab 1889 die Stadt mit der ersten, vollständig elektrischen Straßenbeleuchtung in Deutschland.

Konstantin-Basilika, Konstantinplatz, in Trier

Die Basilika, der Thronsaal Kaiser Konstantins, ist der größte Einzelraum, der aus der Antike überlebt hat. Die Römer wollten durch die Architektur Größe und Macht des Kaisers ausdrücken, was Ihnen hier besonders eindrucksvoll gelang: die riesige Halle ist so groß, daß ein 7-Sekunden-Nachhall auf die große Orgel antwortet!

Die Raumtiefe wurde durch optische Raffinessen noch unterstrichen - sowohl die Fenster der Apsis als auch die Nischen darunter werden zur Mitte hin kleiner und schaffen damit eine perspektivische Verzerrung. Das römische Gebäude war im Innenraum mit Marmor, Mosaiken und Statuen geschmückt und durch den Marmorfußboden heizbar. Im 5. Jahrhundert bauten die Franken nach der Zerstörung eine ganze Siedlung in die dachlose Ruine. Später benutzte der Trierer Erzbischof die Basilika als Verwaltungszentrum. Nach 1614 wurden drei Palastflügel angebaut. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wird die Palastaula als die erste und älteste protestantische Kirche im katholischen Trier genutzt.

Klosterruine Stuben in Bremm

In dieser Kirchenruine sind Konzerte besonders eindrucksvoll. Mit einer Länge von 45 Metern und einer Breite von über zehn Metern ist die nördliche Längsseite mit neun spitzbogigen Fenstern, die südliche sechs, während der Chor mit drei Fenstern versehen ist. In der Westwand, die mit einem Flügel des Klosters verbunden war, wird ein großes Rundfenster angenommen. Im Innern sind noch die Nischen erkennbar, in denen sich die Beichtstühle befanden.

Weitere Informationen unter: http://www.moselmusikfestival.de

 

 

 

 

 

# Link | Bettina Bartzen | Dieser Artikel erschien am Freitag, 30. Juni 2017 um 17:23 Uhr | 584 Aufrufe | 0 Kommentare | Kommentare per RSS-Feed abonnieren

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