Im Jahre 1291 erhielt der Ort Bernkastel-Kues das Stadtrecht. Zu dieser Zeit wurde der Glockenturm zusammen mit anderen Mauern und Türmen der Stadt erbaut und diente zunächst als Wehrturm.
Er besteht aus Bruchstein, der sich durch Witterung langsam dunkler färbt, besonders bei Nässe. Mit der stattlichen Höhe von 56 m und einer Breite von 8,20 m trägt er ein Krone, die aus einem achteckigen Helm mit kleinen Erkerchen besteht.
Im Turm befinden sich 5 Glocken, von denen die Evangelistenglocke die Älteste ist
Auf ihr sind die Namen der 4 Evangelisten zu finden. Im Krieg verschonte man die Glocke aufgrund ihres großen Wertes. Viele Glocken des Landes wurden damals zu Waffen und anderem Kriegsgerät zunächst eingeschmolzen und dann umgegossen.
Einst läutete jeden Abend um 22.010 Uhr die Lumpenglocke. Sie sollte die Menschen, die im Gasthaus sitzen, daran erinnern nach Hause zu gehen und läutete gewissermaßen die Sperrstunde ein. So heißt es in dem erstmals 1853 veröffentlichten Text „Zuchthausgeschichten von einem ehemaligen Züchtling“. Auch heute läutet die Glocke noch am Abend, hat aber keine Bedeutung mehr für den offiziellen Beginn der Sperrstunde. Der Volksmund hat ihr allerdings den Namen „Pillenglocke“ gegeben.

# Link | Carina Laux | Dieser Artikel erschien am Montag, 20. April 2009 um 08:26 Uhr in Mosel | 2428 Aufrufe

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