Das Bernkasteler Weinfest ist vorbei und hat eine neue Mosella. Sie heißt Anne II.
Das Jahr einer Weinkönigin sieht turbulent aus. Mit bis zu 250 Terminen im Jahr reisen sie als Botschafterin des Weines durch die Welt. Wein ist ein großes Kulturgut und bringt Menschen zusammen. Noch heißt die Deutsche Weinkönigin 2009/2010 Sonja Christ. Die Vorentscheidung für die nächste Königin beginnt am 2. Oktober in Neustadt. Vorher müssen die 13 Kandidatinnen in einem dreitägigem Vorbereitungsseminar hart trainieren. In diesem Seminar werden die jungen Damen mit Rhetorik und Kameratraining, Stilberatung und Fotoshooting auf ihre Auftritte vorbereitet. Mittlerweile gibt es in Deutschland 13 Anbaugebiete. Jedes deutsche Weinanbaugebiet für Qualitätswein schickt seine regionale Weinkönigin in den Wettbewerb für die Krone der deutschen Weinkönigin.

Die Geschichte der Deutschen Weinkönigin beginnt 1931, als der pfälzische Verleger Daniel Meininger Ruth Bachroth aus Pirmasens zur Weinkönigin kürte. Sie kam zwar nicht aus einem Weinanbaugebiet, aber die Idee war geboren. Die Nationalsozialisten übernahmen 1933 die Suche nach der „hübschesten, dem Wein verbundenen jungen Frau“. Erst ab 1949 wurde in einer Wahl Elisabeth Kuhn zur Deutschen Weinkönigin gewählt. Bis 1999 wurden nur ledige Weinköniginnen gewählt, die aus einer Winzerfamilie stammten. Seit 2000 reicht eine starke Verbundenheit mit deutschen Weinen. Das kann durch die Familie sein oder einer weinbezogenen Berufsausbildung. Die Kandidatinnen müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Früher war die Weinkönigin ein hübsches, braves Mädchen in einer Tracht. Walzer mussten sie tanzen und eine Rede halten. Bis Ende der 50ziger Jahre waren die Termine der Königinnen Weinfeste im Inland oder Grüne Woche. Bald erkannte man das diplomatische Potential auch im Ausland. Heute präsentiert die Weinkönigin auf Weinfesten, Messen oder anderen Veranstaltungen im In und Ausland den deutschen Wein.
Ab den 90ziger Jahren wurde die Wahl zur Weinkönigin immer wichtiger für die berufliche Karriere. So war die CDU-Politikerin Julia Glöckner 1995 deutsche Weinkönigin. Neben Schönheit ist heute Spontanität, Charme und Witz gefragt. Besonders wichtig sind Rhetorik, Wissen über Wein, Fremdsprachen und Exportwissen für die Wahl der Königin.
Während der einjährigen Amtszeit hat die Weinkönigin viele Termine.
Die meisten deutschen Weinköniginnen kommen seit 1950 von der Mosel. Unter den elf Königinnen ist auch Sonja Christ aus Oberfell, die noch bis Oktober Deutsche Weinkönigin ist.

Im deutschen Weininstitut (DWI) arbeiten 40 Mitarbeiter für Kommunikation und Marketing der Weinwirtschaft. Informationsbürso für deutsche Weine arbeiten mit 12 internationalen Märkten zusammen. Das DWI organisiert auch die Wahl der Weinköniginnen und koordiniert die vielen Termine.

# Link | Bettina Bartzen | Dieser Artikel erschien am Montag, 06. September 2010 um 19:47 Uhr in Mosel | 6455 Aufrufe

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