Traben Trarbach lohnt sich für Museumsgänger. Um den historischen Platz am Alten Stadtturm reihen sich das Mittelmosel-Museum, das Haus der Ikonen sowie das Fahrradmuseum und bilden zusammen mit dem renovierten Stadtturm samt Glockenspiel und dem neu eröffneten Buddha-Museum ein kleines Zentrum kultur-historischer Sammlungen.
In der Barockvilla der Kaufmannsfamilie Böcking waren schon Goethe, König Friedrich-Wilhelm IV und der Dichter Apollinaire zu Gast. Und jetzt ist hier das Mittelmuseum mit 20 Schauräumen zu sehen. Dieses prächtige Patrizierhaus baute der reiche Kaufmann und Landeskassierer Johann Adolf Böcking um 1755 nach den Plänen des herzoglichen Pfalz-Zweibrücker Oberbaurates Hauth im Stil des Trierer Barock. Hier ist der Wohnstil einer wohlhabenden Patrizierfamilie des 18. und 19. Jahrhunderts gut zu sehen. Hier ist auch das Lebenswerk des Sammlers und “Heimatbildners” Dr. Ernst Willen Spies beherbergt. In der Jugendstilvilla sind wertvolles Mobiliar und Kunstgegenstände aus drei Jahrhunderten zu bestaunen. Die umfangreiche Sammlung zur Stadtgeschichte von Traben-Trarbach gibt gute Einblicke. Archäologische Fundstücke aus der Zeit der Römer und Franken, ländliche Wohnkultur, die Geschichte des Handwerks und der städtischen Zünfte. Pläne und Funde der unternommenen Ausgrabungen der ehemaligen französischen Festung Mont-Royal ergänzen die Dauerausstellung zu der auch ein inzwischen selbst historisch gewordenes Modell der Grevenburg zählt.

Im Hotel Brauneberg ist seit 2008 ein Fahrrad-Museum untergebracht. Vom Holzlaufrad nach Karl Drais bis zur individuellen Anfertigung eines High-Tech-Carbon Fahrrads für die Olympiade sind aus allen Epochen Fahrräder zu sehen.

Das „Haus der Ikonen“ im Stadtteil Trarbach bewahrt das Vermächtnis und Lebenswerk einer der bedeutendsten Ikonographen der modernen Ikonen in Westeuropa: Alexej Saweljew 1918 in Kiew geboren und in Zell/Traben-Trarbach 1996 gestorben. Das Museum zeigt 85 seiner modernen Ikonen der Nowgoroder Schule und führt in die Technik, Inhalt sowie die Bedeutung und den »Gebrauch der Ikonen« ein. Es ist ein Ort der Einkehr, mit einem Meditationsraum, einer Bibliothek und einem Leseraum.

Traben-Trarbach hat auch ein Buddha-Museum mit einer einzigartigen Buddha-Sammlung aus zahlreichen asiatischen Ländern. In der alten Jugendstil-Weinkellerei “Julius Kayser”, die 2009 aufwendig restauriert wurde, befinden sich über 1000 Buddhastatuen. Hier treffen sich die alte Weinkultur im Moseltal und der Buddhismus als Lehre, Philosophie und Lebensweisheit. Moderne Multimedia-Installationen erklären anschaulich die Welt der Buddhas.
Der historische Stadtturm stammt noch aus der mittelalterlichen Stadtbefestigung von Trarbach. Zahlreiche Türme, Halbtürme und drei Stadttore säumten einst das Moselufer bis über den „Kästel“-Berg hinweg, hinauf zur Grevenburg. Von diesem Turm bietet ein herrlicher Blick über das Moseltal. Das Glockenspiel läutet mit 28 Glocken zu folgenden Stunden: 12.00, 15.00, 16.00, 17.00 und 18.00 Uhr.

 

# Link | Bettina Bartzen | Dieser Artikel erschien am Freitag, 23. September 2011 um 15:27 Uhr in Mosel | 1922 Aufrufe

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