Weinfachleute aus verschiedenen Organisationen, Tester renomierter Weinführer, Sommeliers und Gastronomen testen bei der traditionellen Jahresauswahlprobe 630 Weine in Bernkastel-Kues. Die Siegerweine kommen aus dem gesamten Weinbaugebiet von den Moselterrassen bis zur Obermosel. 20 Kategorien vom trockenen Qualitätswein bis zum Eiswein sowie Winzersekt. Schwerpunkt bilden Rieslingweine, aber auch Weine der Rebsorten Elbling, Müller-Thurgau und der Burgunderfamilie sowie roter Rebsorten werden bewertet. Bei einer so guten Qualität der Moselweine fällt die Entscheidung für einen Wein nicht leicht.

Hier einige Siegerweine aus dem regionalen Qualitätswettberwerb des Moselwein e.V.: Riesling Qualitätswein trocken: 2013 „Grauschiefer“ Riesling aus dem Weingut Andreas Schmitges in Erden. Aus dem Weingut Paulinshof in Kesten ist der „Von der Ley“ Riesling Kabinett trocken auf dem ersten Platz. Der Kröver Steffensberg Riesling, Spätlese, feinherb kommt aus dem Weingut Knodt-Trossen in Kröv. Ein Rivaner Qualitätswein trocken kommt aus dem Weingut Florian Botzet in Maring-Noviand.

Die neue Moselweinkönigin kommt dieses Jahr aus Kröv. Die 21-jährige Weinbaustudentin, Kathrin Schnitzius studiert an der Hochschule Geisenheim ist für dieses Jahr die Botschafterin für den Moselwein im In- und Ausland. Die Weinbaugemeinde Kröv hat viele Weine der Extraklasse, zahlreiche Feste, wie das Trachtenfest mit einer schwimmenden Bühne. Winzerstuben sowie Straußenwirtschaften laden den Gast zum verweilen ein. Das Weinhaus Schnitzius liegt mitten am Markt in Bernkastel. Dort sind die Verkaufsrenner nicht nur Weine, sondern auch Weinreben. Ein schönes Andenken an die Moselregion wenn im eigenen Garten die Weinrebe von der Mosel blüht.

Hier einige Tipps zu den Weintemperaturen:

Bei diesen Serviertemperaturen entfalten die Weine ihre Geschmacks- und Aromastoffe am besten: 
Junger leichter Weißwein (z.B. Riesling Kabinett) 9 – 11 °C 
Reife, kräftige Weißweine 11 – 13 °C 
Roséwein, Weißherbst 9 – 13 °C 
Jugendliche, leichte Rotweine 14 – 16 °C 
Reife, gehaltvolle Rotweine 17 – 19 °C 
Gehaltvolle und sehr gerbstoffbetonte Rotweine 20 – 22 °C

Die leichten fruchtigen Weine von Mosel, Saar und Ruwer harmonieren mit den nuancenreichen Speisen einer verfeinerten Küche ebenso wie die etwas kräftigeren bukettbetonten mit einer rustikalen Mahlzeit. Ihre erfrischende Fruchtsäure regt den Stoffwechsel an, und ihr vergleichsweise niedriger Alkoholgehalt belebt, ohne zu belasten.

Eine Weinempfehlung zum Essen ist immer individuell. Selbst die alten Regeln "Weißwein zu hellem Fleisch" und "Rotwein niemals zum Fisch" gelten heute als überholt. Allerdings beeinflussen bestimmte Speisen den Gaumen und den Weincharakter in einem solchen Maß, dass der im Anschluss getrunkene Wein eigenartig schmecken kann. Trockene Weine sind in Kombination mit Süßspeisen denkbar ungeeignet, weil die Fruchtsäure des Weines zu deutlich hervortritt. Ein süßer Wein kann auch dann noch flach schmecken, wenn die Speise noch süßer ist als er selbst. Feine und reife Rotweine eignen sich weniger für fetthaltige, pikante Käsesorten, hier ist in den meisten Fällen ein restsüßer Weißwein besser als Begleiter geeignet. Gerbstoffbetonte Rotweine erscheinen weniger herb in Verbindung mit kräftigen Speisen.

Aber wann schmeckt ein Wein trocken, halbtrocken oder lieblich?

Die Angabe "trocken" kennzeichnet Weine ohne schmeckbare Süße. Trockene Weine weisen einen Restzuckergehalt von 1 g bis 4 g, bei höherem Fruchtsäuregehalt bis 9 g pro Liter auf. Kenner bevorzugen zu einem Essen trockene Weine, denn sie machen die Zunge besonders empfänglich für die Geschmacksnuancen der Speisen.

Die Angabe "halbtrocken" kennzeichnet Weine mit fein-fruchtigem Geschmack und gering wahrnehmbarer Süße. Der Restzuckergehalt liegt abhängig vom Fruchtsäuregehalt bei maximal 18 g pro Liter. Sie harmonieren mit Gerichten, deren Eigengeschmack oder deren Zubereitungsart einen Hauch von Süße aufweist. Synonym wird seit einigen Jahren auch der Begriff „feinherb" verwendet.

Die Angabe „lieblich" oder „süß" kennzeichnet Weine mit einem harmonischen Verhältnis von pikanter Säure und fruchtiger Süße. Der Restzuckergehalt der lieblichen Weine liegt bei bis zu 45 g pro Liter, süße Weine weisen meist einen höheren Gehalt auf. Die Weine ohne Geschmacksangabe sind in der Regel von dieser Art. Dank ihrer einmaligen Frucht und Süße werden auch die lieblichen Weine zum Essen, die edelsüßen insbesondere zum Dessert, aber vor allem im Anschluss daran geschätzt.


 


 


 


 

# Link | Bettina Bartzen | Dieser Artikel erschien am Samstag, 05. Juli 2014 um 09:12 Uhr | 1347 Aufrufe

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