Entdecken Sie die römische Antike entlang der Mosel bei einem Glas Wein, auf einer Wanderung oder mit dem Auto. Die Römische Weinstraße bietet viele romantische Ecken, wo sich Geschichte mit einer faszinierenden Natur abwechselt. Auf den „Straßen der Römer“ wird die römische Antike lebendig. Das UNESCO-Weltkulturerbe wird mit 100 antiken Sehenswürdigkeiten an Mosel und Saar, in Hunsrück und Eifel, im Saarland, in Luxemburg und Belgien zu einem Archäologiepark der besonderen Art.

Eine Reise entlang der Römischen Straßen ist spannend und aufschlussreich. Denn entlang der einstigen Marschrouten reihen sich zahllose Bauwerke, wie Kastelle und Kultstätten, Tempelbezirke und Bäderanlagen, Villen und Kelteranlagen. Planen Sie Ihre eigene Römerroute – als Besichtigungsfahrt mit dem Auto, als Rad- oder Wandertour.

Parallel zur Mosel wurden Versorgungsstraßen angelegt, die im Bereich der unteren Mittelmosel den Fluss verließen und sowohl nach "Colonia Agrippina" (Köln) und "Moguntia" (Mainz) durch Eifel und Hunsrück abbogen. So existierte die „Roemische Weinstrasse" bereits zur Römerzeit. Entlang der Mosel von Kenn bis Leiwen trifft man auf 18 Ferienorte der "Römischen Weinstrasse".

 

Römischer Gutshof bei Lönich

Der idyllische Moselort Lönich liegt zwischen Traben-Trarbach und Benrkastel-Kues. Ganz in der Nähe gibt es einen römischen Gutshof, der vom ersten bis vierten Jahrhundert nach Christus existierte.

Das in der ersten Hälfte des 2. Jahrhunderts nch Christus errichtete Gebäude (28 mal 23 Meter) entsprach zunächst in seiner Grundform dem weit verbreiteten gallo-römischen Villentyp „Bollendorf“. Im Laufe des 3. und 4. Jahrhunderts nach Christus gehörte diese Villa durch zahlreiche Umbauten zu den größeren Herrenhäusern im gesamten Umland von Trier.

Von der prächtigen Ausstattung der Räume zeugen heute noch Reste eines mehrfarbigen Fußbodenmosaiks und einer Wandverkleidung aus schwarzem Marmor. Dies und einzelne wertvolle Kleinfunde lassen auf die hohe soziale Stellung des Villenbesitzers schließen.

Zu sehen sind heute die Hauptfront mit Eck-Risaliten und dem Portikus, ein beheizbarer Wohnraum mit Mosaik sowie Teile des Badetraktes. Die römische Villa Rustica gehört zum virtuellen Römerstraßennetzwerk „Straßen der Römer“ das eine antike Kulturregion auf moderne Weise erschließt und rund 100 römische Sehenswürdigkeiten erlebbar macht.

 

Dazu gehört auch die römische Villa in Longuich bei Trier.

Im Zuge einer Flurbereinigung südlich der Ortslage wurde 1984 der östliche Seitentrakt einer ursprünglich rund 110 m breiten und 28 m tiefen Villa Urbana vom Typ Wittlich angeschnitten. Das Rheinische Landesmuseum Trier stellte bei den Grabungen fest, dass die Villa Urbana gegen Ende des 2. Jahrhunderts nach Christus an der Stelle einer älteren Villa Rustica vom Typ Bollendorf errichtet wurde.

Der nur bedingt an das Volumen des ehemaligen Seitentraktes heranreichende und auf den antiken Mauern errichtete Schutzbau beherbergt ausschließlich die umfangreichen Reste der ehemaligen Badeanlage, darunter das Kaltbad (frigidarium) mit nahezu vollständig erhaltener Wanne, eine weitere, beheizbare Wanne des Heißbades (caldarium), verschiedene charakteristische Reste einer Fußboden- (hypokaustum) und Wandheizung (tubuli) sowie eine Latrine mit Abflussrinne. Reste von bemaltem Wandputz, Marmorverkleidungen und Glasmosaiken lassen auf eine gehobene Ausstattung der palastartigen Villa schließen, die offenbar den Germaneneinfällen in der Mitte des 4. Jahrhunderts zum Opfer fiel. Östlich der Villa ist ein spätrömischer Sarkophag aufgestellt, der ebenfalls im Zuge der Flurbereinigung rund 150 Meter westlich oberhalb der Villa angeschnitten worden war. Er barg in seinem Innern neben einer gläsernen kugelbauchigen Trichterhalsflasche des 4. Jahrhunderts ein zierliches, kaum 1,60 m großes, mit einem Kalkbrei übergossenes Skelett eines Mädchens.

Im Jahre 2004 war die Villa Urbana ein offizielles Außenprojekt der Landesgartenschau in Trier zum Thema "2000 Jahre Weinbau an der Mosel". In anschaulicher Weise wird die Entwicklung des Weinbaus von der Römerzeit bis heute dokumentiert. Die Villa ist außen frei zugänglich.

 

Der Ausoniuswanderweg

Dieser Fernwanderweg von Bingen nach Trier ist 120 Kilometer lang. Die alte Fernstraße ist eine alte Verkehrsachse, auf der schon der Dichter Ausonius vom Rheintal bis zur Mosel reiste. Er war Erzieher des Prinzen und späteren Kaisers Gratian in Trier. Die Römer bauten ihre Straßen schnurgerade, wo immer es ging, und so folgt auch der historische Wanderweg häufig auf überraschend geraden Wegen durch Wald und Wiesen.

 

 

 

 

 

# Link | Bettina Bartzen | Dieser Artikel erschien am Freitag, 06. Februar 2015 um 10:34 Uhr | 1234 Aufrufe

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