Zum ersten Mal konnten Besucher den ehemals geheimen Bunker der Deutschen Bundesbank in Cochem-Conderweinberg besichtigen. Und dies stieß auf großes Interesse. Rund 1000 Besucher aus dem In- und Ausland nutzten die Gelegenheit, einen Blick hinter die schweren Panzertüren zu werfen. Schmale Bunkergänge mit viel Stahl und Beton versetzten den Besucher in die Zeit des kalten Krieges. Dort lagerte die Deutsche Bundesbank eine bis 1988 unbekannte Ersatzwährung für den Krisenfall. 15 Milliarden D-Mark. Viele Bunkertouren sind schnell ausgebucht. Ich hoffe für die Organisatoren, dass aus diesem Bunker eine Dokumentationsstätte mit regelmässigen Führungen gibt. Der Regierungsbunker in Bad Neuenahr-Ahrweiler bietet solche Fuehrungen schon an. Der Cochemer Bunker hat gleich drei Geheimnisse. Die geheime Notstandswährung fuer den Krisenfall, die Lagerung des Geldes und die Idee, wie eine nationale Krise im Kalten Krieg bewältigt werden könnte. Die Bunker- und Tresoranlage der deutschen Bundesbank befindet sich Am Wald in Cochem. http://bunker-doku.de/
Für Besucher, die diese besondere Führung verpasst haben, ist die Reichsburg in Cochem auch interessant. Eine Führung dauert 40 Minuten. Noch bis November werden Führungen zwischen 9 und 17 Uhr angeboten. Die 1000 Jahre alte Burg ist das Wahrzeichen der Stadt Cochem. Von dort hat man einen wunderbaren Blick auf die Mosel. Im Mittelalter diente sie als Zollburg und wurde im 17.Jahrhundert zerstört. Der Berliner Kaufmann Jaques Ravene baute die Burg 1868 wieder auf. Das Nazi-Regime bildete auf der Burg Juristen aus. 1947 ging die Burg an das Land Rheinland Pfalz. 1978 kaufte die Stadt Cochem die Burg fuer 664000 DM. Der Rittersaal, Gewölbekeller, und Hexenturm versetzen den Besucher in verschiedene Zeiten. Hier findet sich Gotik, Romantik und das Mittelalter wieder. Allerdings bestimmen die neu errichteten Gebäude aus dem 19.Jahrhundert das Aussehen der Burg. Es gibt viele Räume und ein Museum zu besichtigen. Wertvolle Täfelungen, Teppiche, Gemälde und historische Kachelöfen. Der Rittersaal, Waffenzimmer und Jadgzimmer vesetzen den Besucher in eine lang vergangene Zeit. Dort können sie auch Räume zum feiern mieten. Wenn sie ganz romantisch an der Mosel heiraten möchten, dem empfehle ich die Burgkapelle. Danach können sie gleich ihre Flitterwochen an der Mosel verbringen. Wenn es nicht die Hochzeit ist, reicht auch ein Abendessen im Burgrestaurant. Im Dezember ist Cochem auf jeden Fall wieder eine Attraktion. Die Cochemer Burgweihnacht. Dazu später.

# Link | Bettina Bartzen | Dieser Artikel erschien am Montag, 18. Oktober 2010 um 15:54 Uhr in Mosel | 4043 Aufrufe

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