An diesem Wochenende verwandelt sich der beliebte Ferienort Brodenbach an der sonnigen Untermosel in einen mondänden Ort mit internationalem Flair und vielen Zuschauern. Das Internationale ADAC-Motorbootrennen findet seit 1973 auf der Mosel statt und ist einer der wichtigsten Rennen auf dem Wasser in Rheinland Pfalz. Hier werden in den verschiedensten Bootsklassen Läufe und Entscheidungen zur Deutschen Meisterschaft zur Europameisterschaft und zur Weltmeisterschaft ausgetragen. Samstagabend kann man die Rennfahrer und deren Teams direkt am Wein- und Bierbrunnen bei einem guten Glas Riesling treffen. Die „Arbeitsgemeinschaft Motorbootrennen Brodenbach/Mosel“ unterstützt den ADAC Mittelrhein bei der Ausrichtung des Rennens.

Vor dem Rennen wird erstmal die Brodenbacher Kirmes am Sonntag, 14. Mai 2017 gefeiert.

Das älteste Dorffest der Gemeinde Brodenbach ist jährlich dem Heiligen Johannes von Nepomuk gewidmet - der Patron der alten Kirche. Johannes von Nepomuk war ein böhmischer Priester und Märtyrer, der 1729 von Papst Benedikt XIII. Heilig gesprochen wurde. Er gilt als „Brückenheiliger“ und Patron des Beichtgeheimnisses. Nach dem Festgottesdienst gedenkt die Gemeinde mit einer musikalischen Feier an die Toten der beiden Weltkriege aus der Gemeinde.

Zurück zum Motorbootrennen und einen kleinen Einblick in die verwendeten Bootstypen. In Deutschland werden insgesamt vier Bootsformen gefahren. Sie unterscheiden sich in drei Rumpfformen.

Dreipunkter

Der Dreipunkter hat einen flunderähnlichen Grundriss. Der Bootsboden ist flach und hat im vorderen Drittel der Bootslänge seitliche Tatzen. Das Boot gleitet auf diesen Tatzen und dem Heck. Also auf drei Punkten, über das Wasser. In diesem Bootstyp kniet der Fahrer und kann durch Gewichtsverlagerung nach außen das Kurvenverhalten wesentlich beeinflussen. Die Grundgeschwindigkeit ist in der Regel nicht ganz so hoch wie beim Proprider.

Proprider

Der Proprider besitzt einen ähnlichen Grundriss wie ein Dreipunkter. Die Tatzen sind jedoch etwas länger. Der Fahrer liegt bei diesem Bootstyp auf dem Bauch. Dadurch ist die Gewichtsverteilung und der Luftwiderstand anders als beim Dreipunkter. Auf der Geraden hat dieses Boot eine hohe Grundgeschwindigkeit und reitet dabei nur noch auf einem Luftpolster und dem Propeller. Daher kommt auch der Name Proprider. In der Wende schlittert das Boot jedoch in einem größeren Wenderadius um die Wendemarke. Dieses Boot bietet somit auf langen geraden Kursen einen Vorteil.

Katamaran

Der Katamaran hat auf der Unterseite über die ganze Bootslänge zwei Kufen und einen hohen Aufbau in dem der Fahrer sitzt. Bei voller Fahrt wird das Boot aus dem Wasser gehoben und gleitet nur noch auf den hinteren Enden der Kufen. Mit diesem Bootstyp kann die Wende mit sehr hoher Geschwindigkeit angefahren und sehr eng umrundet werden. Dafür muss die Geschwindigkeit stärker reduziert werden als beim Proprider. Trotzdem ist ein Katamaran sehr viel schneller um die Wende. Aufgrund des hohen Aufbaus ist die Geschwindigkeit auf der Geraden geringer als bei den anderen Typen. Besonders bei rauhem Wasser liegt dieser Bootstyp sehr gut. Er darf allerdings erst ab Klasse F-500 und höher eingesetzt werden und sind in den größeren Klassen die gebräuchlichsten Bootstypen. Diese Boote bestehen aus sehr festen, aber leichten Werkstoffen wie, Kohlefaser, Kevlar, Glasfaser und Airex.

Dreikantfeile

Das sind Einrumpfboote mit einer V-Form. Auch hier kommt bei entsprechender Fahrt fast der gesamte Rumpf aus dem Wasser. Wie im Katamarane wird eine "Dreikantfeile" im Sitzen gesteuert. V-Rumpfboote werden z.B. in den T-Klassen, den amerikanischen Vee-Classes und bei Pokerruns eingesetzt.

 

 

 

 

# Link | Bettina Bartzen | Dieser Artikel erschien am Dienstag, 09. Mai 2017 um 09:57 Uhr | 524 Aufrufe

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