Wohl dem, der sich unter der Kälteglocke, unter der Deutschland derzeit liegt, abends an den warmen Kamin legen und sich aufwärmen kann. Es gibt aber auch Zeitgenossen, die die Kälte gar nicht erwarten konnten. Darunter einige wenige Moselwinzer, die heute morgen die letzten Riesling-Trauben in ihren Weinbergen geerntet haben. Und zwar nicht für einen normalen Wein, sondern für einen Eiswein - eine absolute Delikatesse, die es so nur an der Mosel gibt. Die Temperatur für die Ernte muss dabei bei mindestens minus drei Grad liegen, und die Trauben werden noch in gefrorenem Zustand gekeltert. Das Ganze ist wie ein Pokerspiel: Treten die Minus-Temperaturen noch im Dezember auf, sind die Trauben meisten noch erntereif. Wird es später, sind sie in der Regel verfault. Diejenigen Winzer, die richtig gepokert hatten, haben somit einen schönen Gewinn eingefahren, denn die Trauben hatten ein Mostgewicht zwischen 140 und 156 Grad Oechsle. Entsprechende Erlöse sind garantiert. Sozusagen ein i-Tüpfelchen auf dem ohnehin großen Jahrgang 2007 an der Mosel.

# Link | Alexander Brixius | Dieser Artikel erschien am Mittwoch, 19. Dezember 2007 um 18:57 Uhr in Weinregion | 4052 Aufrufe

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