Wie damals im Jahr 220 vor Christi schlagen dieses Wochenende in Neumagen Dhron die Römer auf. Damals transportierte das weltberümte römische Weinschiff vier 1000 Liter Fässer Moselwein. In der Römerzeit diente die Mosel als Transport- und Reiseweg zum Mittelrhein und nach Lothringen. Besatzungstruppen kamen aus Frankreich ins Moseltal und brachten Nachschub für die römischen Legionen, die sich an der Mosel niederliessen. 42 Sklaven ruderten die Mosel flussabwärts, vorbei an der Mosellorely, der Martyerkapelle und der Konstantinhöhe.

An diesem Wochenende werden weder Sklaven noch gefüllte Weinfässer geladen. Auf der Stella Noviomagi kann sich jeder Besucher an eine der 42 Ruder setzen und die Landschaft genießen ohne zu schwitzen. Die Grundlage des Nachbaus ist eine römische Handelsgaleere, die als Grabbeigabe eines Weinhändlers 1882 gefunden wurde. 1981 entdeckte man Reste von fünf römischen Galeeren. 2007 konnte endlich der erste Nachbau zu Wasser gehen. Der Stern von Neumagen, auf lateinisch Stella Noviomagi steht für Touristen und Veranstaltungen bereit. Zwischendurch darf der Besucher die köstlichen Weine und moselfränkische Spezialitäten probieren und mit der neuen Weinkönigin Christina III anstoßen. Vom Hotel Zum Kurfürsten bis Neumagen Dhron sind es rund 20 Kilometer. Es muss nicht immer Party sein. Mit professionellen Wanderbegleitern lernen sie vom 11. bis 17.7. über Geologie, Wein, Landschaft oder Geschichte die Mosel kennen.

Das Schiff kann auch an anderen Tagen gechartert werden. Eine zweistündige Charterfahrt kostet 380 Euro. Bis 40 Personen haben an Bord Platz. Ein Kapitän und ein Matrose sind im Preis enthalten. Sportliche Gruppen können das Boot mit 20 Mann rudern. Die Landschaft mit ihren Weinbergen ist von der Mosel aus besonders reizvoll. Von Neumagen-Dhron, Trittenheim, Piesport und Minheim mit Sehenswürdigkeiten wie die Konstantinhöhe, die Märthyrerkapelle und die Mosellorely inbegriffen.
Der römische Dichter und Konsul Decimus Magnus Ausonius preist im Mosellalied Land der Treverer und die besondere Schönheit des Moseltals bei Neumagen-Dhron, dem alten Noviomagum der Römer. In dem ältesten Mosellied „Mosella“ wird die Arbeit der Menschen, die Art der Bebauung und die Schifffahrt dargestellt. Im Jahr 368 nach Christo reiste Ausonius über Bingen nach Trier und sah zum ersten mal das Moseltal mit der konstantinischen Burg. Ausonius kam aus Bordeaux und verglich die Mosel mit seiner südländischen Heimat.
Neumagen-Dhron hat einen Yachthafen mit 80 Liegeplätzen für Boote bis 15 Meter Länge und 15 Gastliegeplätze. Das gesamte Hafenbecken ist 2,20 Meter tief. Hier werden Boote verliehen, die ohne Führerschein gefahren werden. Für Einsteiger werden Führerscheinkurse und Slipperttraining angeboten.

# Link | Bettina Bartzen | Dieser Artikel erschien am Montag, 12. Juli 2010 um 14:47 Uhr in Mosel | 3365 Aufrufe

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