Weinlese klingt romantisch, aber es ist Knochenarbeit. Bei Wind und Wetter am Hang stehen und die Finger steif vor Kälte. Die Weinernte kann sich bis Ende November hinziehen. Nur die reifen Trauben werden geerntet. Der Müller Thurgau wächst im Tal auf flachem Boden. Das wird heutzutage maschinell mit dem Vollernter gemacht. Durch Klopfen und Rütteln werden die Trauben vom Rebstock getrennt. Der Riesling wächst an den Steilhängen. Dafür gibt es noch keine Maschinen. Die Weinlese von Hand kann natürlich eine bessere Auswahl an geeigneten Beeren treffen. Daher auch das Wort »lesen«. Die Weinbeeren kommen in einen Behälter aus Kunststoff oder Holz, die auf dem Rücken getragen werden. Die Trauben werden entweder vor Ort gemahlen oder ins Kelterhaus gefahren. Wer in der Weinernte aushilft, sollte mal eine Gesichtsmaske aus Weintrauben ausprobieren. Eine Handvoll Weintrauben pürieren und 15 Minuten auf das Gesicht verteilen. Danach mit lauwarmem Wasser abspülen. Das Magnesium der Weintrauben entspannt die Haut. Sogar der Alterungsprozess soll durch die kostbaren Polyphenole in Kern und Schale verlangsamt werden.

# Link | Bettina Bartzen | Dieser Artikel erschien am Mittwoch, 07. Oktober 2009 um 15:32 Uhr in Mosel | 2230 Aufrufe

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