Kröv wurde im Jahr 752 n. Christus in einer Schenkungsurkunde von Pippin dem Kleinen an das Kloster Echternach erstmals erwähnt. Aber zahlreiche Gräberfunde beweisen, das dieses Gebiet schon 500 vor Chr. dicht besiedelt war. Um 58 v. Chr wurde dieses Gebiet durch die Römer unterworfen. Kröv ist mit den Ortsteilen Kövenig und Mont-Royal heute ein bedeutendes Weinbau- und Feriengebiet an der Mosel und hat mit 2500 Einwohner genauso viele Gästebetten. Bekannt wurde der Moselort vor allen Dingen durch seinen Wein "Kröver Nacktarsch". Heute bewirtschaften ca. 150 Weinbaubetriebe die Kröver Weinberge.

Rundgang durch Kröv

Als Ausgangspunkt für einen Rundgang empfiehlt sich das Rathaus mitten im Ortskern.

Kröver Rathaus

An der Giebelwand des Rathauses ist das Gebiet des "Cröver Reiches" in einem Sgraffito, des Kröver Bildhauers August Lebenstedt, dargestellt.

Karolingerhof (Hof der Grafen von Kesselstatt)

Er gehörte ursprünglich zum Hofbering Ritter von Cröv, deren jüngerer Zweig sich als Herren von Daun bezeichnet - nach dem "Turm" = Burg in Daun - den sie im Namen von Kurtrier lt. Weistum hüteten. Sie tragen das gleiche Wappen, wie die Ritter v. Cröv, ein rotes Gitter, das heute noch Wappen der Stadt Daun ist.

Europabrunnen

Der Künstler August Lebenstedt baute 1974 diesen Brunnen mit Europa mit dem Stier. Kröv hat eine ganz besondere Beziehung zu Europa. Seit 1953 wird alljährlich ein Internationales Trachtentreffen der Mosel gefeiert.

Jesuitenhof (Robert-Schuman-Str. 163)

Dieses Haus wurde im 18. Jhd. als Hof für die Jesuiten von Trier erbaut. Im Gebäudeinneren befindet sich noch heute ein Hausaltar.

Staffelter Hof (Robert-Schuman-Str. 208)

Der Staffelter Hof war der Weinhof des Klosters Stablo (Stavelot) im heutigen Belgien. 862 erhielt die Abtei den Weinhof von König Lothar II, der dem "Mangel an Wein" abhelfen wollte. Als Gegenleistung musste die Abtei die Pfarrkirche St. Peter, die auf eine römische Gründung zurückgeht, mit Geistlichen versehen.

Dreigiebelhaus (Moselweinstraße/Ecke Karolingerstraße)

Das Dreigiebelhaus, eines der bemerkenswertesten moselländischen Fachwerkhäuser.

Burg der Ritter von Kröv

Sie war einstmals Besitz der Ritter von Cröv. Bei der Burg handelte es sich um eine Wasserburg mit einem umlaufendem Burggraben.

Weinbrunnenhalle

Weinbrunnenhalle „Kröver Nacktarsch“, der Veranstaltungsort an der Mittelmosel.

Echternacher Hof (Moselweinstr. 24)

Der Echternacher Hof ist eine barocke, dreiflügelige Anlage und war der ehemalige Zehnt- und Wirtschaftshof der alten Reichsabtei Echternach. Der Echternacher Hof geht auf eine Schenkung Pippins des Kleines an das Kloster Echternach um 741/752 zurück.

Des Kaisers Hof (Rob.-Schuman-Str. 12)

Das mittelalterliche "Cröver Reich" geht auf einen Besitz der Karolinger zurück. Auf einem früheren römischen Hofgut wurde der Oberhof errichtet, den man später des Kaisers Hof nannte, als der karolingische Besitz kaiserliches Allod wurde.

Kesselstattkapelle

An dieser Stelle befand sich die alte Remigius-Kirche, 1725 wurde sie abgerissen und aus Teilen der gräflichen Grablege wurde 1726/1729 die Grabkapelle Kesselstatt erbaut. Grabsteine der Ritter von Cröv wurden aus der Kirche hierher versetzt. Die Grabkapelle ist noch heute Eigenbesitz der Reichsgrafen von Kesselstatt.

Hof der Grauen Schwestern von Trier (Robert-Schuman-Str. 16)

Im Gegensatz zu den meisten adeligen und klösterlichen Weinhöfen in Kröv, ist dieses Haus im moseltypischen Fachwerkstil auf einem massiven Untergeschoß gebaut. Das Wohnhaus wurde 1733 völlig neu, mit Wiederverwendung des alten Fachwerkes, an alter Stelle wieder aufgebaut und das Kelterhaus renoviert.

St. Remigius-Kirche

1725 wurde die alte Remigiuskirche (an der Stelle der jetzigen Kesselstattkapelle) abgerissen, da sie längst zu klein geworden war, und an der heutigen Stelle wurde zur gleichen Zeit die neue St. Remigius-Kirche errrichtet.

Pfarrhof

Gegenüber der Pfarrkirche liegt der Pfarrhof. 1504 kauften die Kirchenschöffen von St. Remigius dieses Gebäude von den Eheleuten Franz u. Else Dietrich. Seither wurde diese Anlage ununterbrochen als Pfarrhaus genutzt.

Springiersbacher Hof (Robert-Schuman-Str. 44)

Der Springiersbacher Hof wird schon 1193 mit einer Kapelle, Weinbergen und Äckern in einer Urkunde von Kaiser Heinrich VI. erwähnt. Ein Hofweistum von 1356 ist in einer Pergamenturkunde erhalten.

Steinfelder Hof (Rob.-Schuman-Str. 56)

Der Steinfelder Hof war der Weinhof des Klosters Steinfeld in der Nordeifel, das in Kröv ein großes Weingut hatte. Der heutige Hof wurde 1725 erbaut. Besonders bemerkenswert ist der reich geschnitzte Erker.

Reichsschenke zum Ritter Götz (Robert-Schuman-Str. 57)

Die "Reichsschenke zum Ritter Götz" erbaut 1685 ist der ehemalige Bolcher Hof. Besonders verbunden mit Kröv ist die Reichsschenke dadurch, dass der frühere Wirt "Jungle Dick" die Weinlage "Kröver Nacktarsch" sehr bekannt gemacht hat . Das Lokal wird als “Urschenke” des Kröver Nacktarsch bezeichnet.

Einige Termine die Sie nicht verpassen sollten:

Herbstweinfest zum Saisonabschluss in Kröv

Musik - Tanz und Unterhaltung am 24. Oktober in der Weinbrunnenhalle Kröver Nacktarsch in Kröv

Vor dem langen Winter bietet das Herbstweinfest noch einmal die Gelegenheit bei guten Weinen, Musik und moselländischer Fröhlichkeit so richtig zu feiern. Für musikalische Unterhaltung sorgt die Winzerkapelle Krövund die Kinder- und Jugendtrachtengruppe Kröv. Als besondere Showeinlage zeigt die Tanzgruppe „Black Diamonds“ aus Kövenig zwei Schautänze. Durch das Programm führen die Kröver Mosella Viola und Ihre Prinzessin Julia. Der Eintritt ist frei.

Spaziergang über den Weinkulturweg mit einem Winzer

Erfahren Sie bei einem 2-stündigen geführten Spaziergang mit einem Winzer viel Wissenswertes und Interessantes rund um den Wein. Genießen Sie unterwegs ein Glas Wein inmitten der Weinberge. Dienstag 18. und 25. Oktober, jeweils um 10 Uhr

Ortsführung durch Kröv - von wehrhaften Frauen und gewitzten Winzern

Erfahren Sie alte und neue Geschichten. Führung inkl. 2 Gläser Wein mit NATUR-ErlebnisBegleiterin Iris Kaufmann. Samstag 15. und 22. Oktober, jeweils um 10 Uhr

Weingutsführung mit Weinprobe im Gewölbekeller

Verkostet werden 10 Proben Sekt, Rotwein, Weißwein: Qualitätsweine bis Beerenauslese o. Eiswein, trockene, halbtrockene und liebliche Weine Preis 10 Euro/Person. Anmeldung unter Tel. 6959 bis 19 Uhr, Weingut Otto und Johannes Schnitzius. Dienstag, 18. , 25.10.2016 und 01.11.2016

Planwagenfahrt durch die Weinberge

3,5 stündige Fahrt durch die Weinberge mit Erläuterungen der einzelnen Lagen und Rebsorten, inkl. kleinem Imbiss Mindestteilnehmer: 6 Personen Für Gruppen zusätzliche Termine auf Anfrage. Preis pro Person 20,00 - 25,00 Euro (je nach Personenzahl) Anmeldung: 06541-1421

Fr, 21.10.2016, 17:00 Uhr oder Sa, 22.10.2016, 11:00 Uhr und weitere Termine

 

 

# Link | Bettina Bartzen | Dieser Artikel erschien am Samstag, 15. Oktober 2016 um 11:50 Uhr | 3183 Aufrufe

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Die 68. Deutsche Weinkönigin kommt von der Mosel und heißt Lena Endesfelder. Die 23-Jährige aus Mehring wurde von einer 70-köpfigen Expertenjury unter sechs Finalistinnen ausgewählt. Nach einem Studium Bachelor of Science in Weinbau und Oenologie in Geisenheim bewirtschaftet sie gemeinsam mit Mutter und Schwester das eigene Weingut in Mehring. Nun wird sie das kommende Weinjahr im Auftrag des Deutschen Weininstituts (DWI) ein Jahr lang auf über 200 Terminen im In- und Ausland als Botschafterin für den deutschen Wein unterwegs sein. Zwei Weinprinzessinnen, Mara Walz aus Württemberg und Christina Schneider aus Franken unterstützen sie in ihrer Amtszeit.

Zur Wahl der Deutschen Weinkönigin zählt heute nicht nur gutes Aussehen, sondern fundiertes Fachwissen, persönliches Auftreten, Fremdsprachenkenntnisse und Schlagfertigkeit. Schließlich ist die Deutsche Weinkönigin Botschafterin ihres Landes.

Bei der Wahl der Deutschen Weinkönigin stellen sich die Gebietsweinköniginnen der 13 deutschen Anbaugebiete einem anspruchsvollem Auswahlverfahren. Vor laufenden Kameras mussten sie in einer verdeckten Weinprobe die Rebsorte erkennen und dem richtigen Anbaugebiet zuordnen. In der Raterunde „Was bin ich“ galt es, mit geschickten Fragen weinbezogene Berufe herauszufinden und bei „Dingsda“ die richtigen Weinbegriffe zu erkennen, die von Kindern beschrieben wurden. Lena Endesfelder blieb dabei sehr locker, punktete mit ihrer souveränen Art und Kompetenz. Auch ihre einminütige Rede zum Thema „Weinvermarktung in China - vier Helfer für das DWI“, in die sie spontan die vier Persönlichkeiten Sepp Blatter, Papst Benedikt, David Cameron und Stefan Raab einbauen musste, gelang ihr hervorragend. Fröhlich und humorvoll hat Lena ihre letzte Aufgabe gelöst, in der Sie einen Brief an sich selbst schreiben und dem Publikum vortragen musste.

Voraussetzungen einer Weinkönigin

Bis 1999 mussten die Kandidatinnen ledig sein, also weder verheiratet noch geschieden und aus einer Winzerfamilie stammen. Seit dem Jahr 2000 wird lediglich noch eine „eindeutige und starke Verbundenheit mit deutschen Weinen“ vorausgesetzt.

Das Deutsche Weininstitut hat sieben Wochen vor der Wahl zur Deutschen Weinkönigin die 13 Bewerberinnen aus den regionalen Weinanbaugebieten zu einem Vorbereitungsseminar eingeladen. In diesem dreitägigen Workshop wird Rhetorik, Kamera und wertvolle Tipps für ihren Bühnenauftritt vermittelt. Denn es ist gar nicht so einfach, plötzlich vor einem Millionenpublikum zu stehen und sich zu präsentieren. Auch eine Stilberatung und ein Fotoshooting stehen auf dem Programm. Ein Crashkurs „English for Winequeens“ bereitet die Kandidatinnen auf die englischen Fragen vor, die Bestandteil der fachbezogenen Vorentscheidung sind.

Geschichte der Weinkönigin

1931 kürte erstmals die Pfalz eine Weinkönigin. Die erste Weinkönigin, Ruth Bachrodt, stammte aus Pirmasens in der Westpfalz, wo gar kein Wein angebaut wurde. Seit 1950 wählt jedes deutsche Anbaugebiet seine regionale Weinkönigin. Daraus wird im Folgejahr die Deutsche Weinkönigin gewählt. Über 30 Jahre lang entsprachen die Weinköniginnen dem traditionellen Bild des hübschen, braven Mädchens in Tracht. Nur das ursprüngliche Zepter wurde 1966 durch ein Weinglas ersetzt. So beschrieb 1950 die Süddeutsche Zeitung die Kandidatinnen als „echte Töchter der Weinberge, von kräftiger Statur, kerngesund und apfelbäckig“. Die Prüfungen bestanden damals unter anderem darin, einen Walzer zu tanzen und eine Rede zu halten. Bis Ende der 1950er Jahre beschränkten sich die Repräsentationspflichten der deutschen Weinkönigin im Wesentlichen auf die inländischen Absatzmärkte.

In den 1980er Jahren begann sich das Bild der Weinkönigin in der Öffentlichkeit grundlegend zu wandeln, vor allem aufgrund des Auftretens von Persönlichkeiten wie Karin Molitor (1982/83) und Petra Mayer (1988/89). Im Jahr 1981 wurde das bis dahin für Fototermine obligatorische Dirndl abgeschafft. Ab den 1990er Jahren wurde das Amt für junge Winzerinnen und am Weinbau interessierte Frauen immer mehr zum Karrieresprungbrett in der Politik (Julia Klöckner), im Marketing (Katja Schweder, Evelyn Schmidt), in der Gastronomie (Carina Dostert) oder im eigenen Betrieb (Sandra Hake, Sylvia Benzinger). Gutes Aussehen und Tanzbegabung der Kandidatinnen sind heute keine ausschlaggebenden Gründe mehr, eine Kandidatin zu wählen, vielmehr werden neben fundierten Fachkenntnissen in Oenologie und Kellertechnik auch Schlagfertigkeit und Beredsamkeit sowie Fremdsprachenbeherrschung und Exportwissen verlangt. Deshalb wurde 2009 in Neustadt an der Weinstraße ein Vorbereitungsseminar für die Kandidatinnen eingeführt.

Die Krone

Im Sommer 2015 wurde die sechste Krone vorgestellt. Sie ist sechs Zentimeter hoch, 90 Gramm schwer und besteht aus vergoldetem Silber. Feine Ranken erinnern an die Ornamentik des Jugendstils, daneben ziert alle drei Exemplare in der Mitte eine stilisierte Traube. Diese entspricht dem Logo des DWI, mit dem dieser seit letztem Jahr weltweit wirbt. Früher unterschieden sich die Kronen von Königin und Prinzessinnen, heute sind alle drei fast identisch. Lediglich die der Königin hat einen Bogen mehr und 13 kleine Edelsteine aus rotem Granat und grünem Turmalin, die von der Goldmeisterwerkstatt Aurelia in Bad Kreuznach gestaltet wurde.

Alle 13 Gebietsweinköniginnen stellen sich zunächst einer öffentlichen Fachbefragung, die von etwa 70 Jurymitgliedern durchgeführt und von den Veranstaltungsgästen mitverfolgt wird. Von den 13 Kandidatinnen werden sechs nominiert, die im zweiten Durchgang während der feierlichen Galaveranstaltung Spontaneität, Charme und Witz beweisen müssen.

 

# Link | Bettina Bartzen | Dieser Artikel erschien am Montag, 03. Oktober 2016 um 08:08 Uhr | 3410 Aufrufe

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Piesport steht für Weinkultur seit über 2000 Jahren. Zum 25. Römischen Kelterfest am Freitag, 30. September 2016 wird der Wein tatsächlich mit den Füßen getreten, denn die frisch gelesenen Trauben werden nach römischem Vorbild gekeltert. Eine unterhaltsame Veranstaltung mit genügend Möglichkeiten für Weinproben und interessanten Einblicken in die Zeit der Römer. Auch viele Weinkeller, Straußwirtschaften, Vinotheken und Restaurants laden Sie ein, um einige gute Tropfen Piesporter Wein zu probieren.

Der kleine Moselort mit 2200 Einwohnern wird erstmalig um 776 urkundlich erwähnt. Jedoch ist die Bedeutung des Weinbaus wesentlich älter. Bei Flurbereinigungen entdeckte man 1985 und 1991 römische Kelteranlagen aus dem 4. und 2. Jahrhundert v. Chr. deren Größe auf eine Weinbaufläche hinweist. Die Kelter aus dem 4. Jahrhundert wurde originalgetreu restauriert. Sieben Becken und mehrere Kellerräume lassen auf eine Rebfläche von mindestens 60 Hektar schließen. Als die Römer vor fast 2000 Jahren in Moselregion vorstießen, benötigten sie Wein für Ihre Truppen. Nach Überlieferungen stand jedem Legionär eine festgesetzte Ration zu. So waren es die im Weinbau erfahrenen Römer, die an besonders Sonnenreichen Hängen mit guten Bodeneigenschaften, die ersten Reben der Moselregion kultivierten.

Auch andere Funde geben Hinweis auf den Reichtum des Piesporter Moseltals zur Römerzeit. Ein prachtvolles Diatretglas, ein dopelwandiger Weinkelch, der aus einem Block geschliffen wurde und eine goldene Kaiserfibel aus dem Jahr 315/316 n. Chr. Diese wertvolle Gewandspange, mit der das Römergewand über der Schulter zusammengehalten wurde, verlieh Kaiser Constantin persönlich an einen verdienten Bürger des Ortes.

Terroir in Pieport

Von größter Bedeutung für die Weintraube ist das Mikroklima des jeweiligen Standortes. Ob eine Weintraube 10 Stunden Sonnenlicht hat, oder 12 Stunden, das beeinflusst die Weinrebe erheblich und erzeugt in einer Weinlage sehr unterschiedliche Weine. In einem Bereich trocknet der nächtliche Tau in den frühen Morgenstunden, im anderen vielleicht erst zur Mittagszeit. So sind die Piesporter Spitzenlagen "Goldtröpfchen" und "Domherr" in ihren Nuancen klar zu unterscheiden und bringen jeweils typische Eigenschaften mit, obwohl sich beide Weinlagen in unmittelbarer Nachbarschaft befinden. Aber letztendlich ist es der Winzer, der mit seiner Erfahrung über Auswahl der Reben, Bodenbearbeitung, Pflanzenschutz, Beschnitt und Anlage seiner Weinlagen entscheidet. Somit entstehen jedes Jahr neue Geschmacksnuancen, die immer wieder Überraschungen bieten.

Heute bauen die Piesporter Winzer auf einer Fläche von ca. 420 ha Wein an. Die bekannteste Piesporter Weinlage heißt „Goldtröpfchen“. Aber auch die Weine der benachbarten Einzellagen, von „Günterslay“ bis „Piesporter Treppchen“ wetteifern Jahrgang für Jahrgang mit dem „Piesporter Goldtröpfchen“ um beste Qualität. Weine aus Piesport werden in die ganze Welt exportiert. Besonders guten Absatz finden sie im englischsprachigen Raum, in Skandinavien, den Beneluxstaaten und Japan. Ausschlaggebend dafür wird der einzigartige Charakter, der wohlmundige Geschmack und die vielfältigen Aromen der Piesporter Tropfen sein.

Am gleichen Wochenende können Sie auf dem Antikflohmarkt in der Moseltalhalle Piesport kleinen Seltenheiten entdecken. Oder Sie entscheiden sich am Montag, 3.10. für eine Wanderung mit Planwagenfahrt und Picknick bei Familienweingut Franzen, Römerstraße 2 in Pieport.

# Link | Bettina Bartzen | Dieser Artikel erschien am Montag, 26. September 2016 um 11:08 Uhr | 3193 Aufrufe

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Ürzig klingt würzig, der Duft des Gewürzgartens nimmt jeder Besucher als angenehme Erinnerung mit. Auf einem ehemaligen Weinberg oberhalb des Moselortes wurde in Anlehnung an die berühmte Weinlage "Ürziger Würzgarten ein mediterraner Kräutergarten angelegt. Etwas ganz besonderes, wo auf einer Fläche von 2400m² mediterane Pflanzen und Kräuter wachsen. Jede Jahreszeit hat seinen Reiz. Im Frühjahr dominieren das gelbe Steinkraut und die blauen Zwiebelpflanzen auf dem grauen Schiefergestein, im Sommer blühen die Gewürzpflanzen in gelben und blauvioletten Farbbändern. Der Herbst ist geprägt von rötlicher Fetthennen und Wildem Wein, und im Winter sieht der Garten aus wie ein besonders schöner Weinberg. Der Ürziger Kräuter- und Gewürzgarten greift in seiner Gestaltung kulturhistorische Kleinstrukturen der Region auf; er ist in Terrassen gegliedert und von Schiefermauern und Pfaden durchzogen. In diesem Gewürzgarten wachsen 10.000 Stauden in über 160 Sorten, mehrere tausend Zwiebelpflanzen, viele heimische Duftsträucher, sowie Duftrosen.

Zum Straßenweinfest am 17. Samstag und 18. Sonntag September, jeweils um 15 Uhr startet eine Meditationsreise mit allen Sinnen durch den Ürziger Gewürzgarten mit seinen Wein-Gewürzkräutern der Römer. Treffpunkt an der Kirche, Eintritt 5 Euro, Kinder frei.

Der Moselort Ürzig liegt muschelförmig in einer Moselschleife, eine der schönsten Stellen der Mosel. Inmitten der bekannten Weinlage "Ürziger Würzgarten" steht die älteste Sonnenuhr des Moseltals. Der Ürziger Würzgarten gilt unter den Moselsteillagen als etwas Besonderes. Benannt nach der im Mittelalter gängigen Methode Gewürze unter den Wein zu mischen, zählt er heute zu den charakterprägendsten Weinbergen der Mosel. Die 56 Hektar große Rebfläche liegt 120-320 m über NN und verfügt über eine Süd/Südost ausgerichtete Neigungen von 35 bis 70 Prozent.

Mittelalterliche Häuser und der Rathausplatz geben dem Ort eine besondere Idylle. Auf der Platanenallee am Moselufer flanieren, und die Schönheit der Mosel genießen. Eine vielfältige Gastronomie sowie zahlreiche Weinlokale und Straußwirtschaften bieten den Besucher einen Urlaub zum Wohlfühlen. Für sportlich Interessierte fehlt es an Auswahl nicht. Die Mosel mal aus einem anderen Blickwinkel kennenlernen. Mit einem Kanu fahren, oder einem Angelausflug machen. Wasserski, Drachen- und Gleitschirmfliegen, Fahrrad fahren entlang des Moselufers oder einfach ins Freibad gehen. Es gibt viele Möglichkeiten den Tag zu gestalten. Der Kletterpark in Mont Royal bietet einen wunderbaren Blick über der Moselschleife.

Zum Straßenfest „Rund um den Ürziger Würzgarten von Freitag, 16. bis Sonntag 18. September werden erlesene Rieslingweine und Spezialitäten aus heimischer Küche angeboten:

Weingut Derkum: Zanderfilet auf Gräwes, Putengeschnetzeltes in Zitronengras mit Spätzle, Hausmacher Sülze mit Bratkartoffeln, Kaffee und Kuchen

BENEFIZ: Frauengemeinschaft Ürzig für die Hospizvereinigung

WeinGut Benedict Loosen Erben: Gefüllter Kartoffelkloß mit Rießlingkraut und Specksoße, Wildschweinbratwurst, Kasseler mit Gräwes

Weingut Karl Schwaab: Erzer Wingertspoal, Winzersteak am Spieß, Griebenschmalzbrot

Weingut Dieter Oster: Delikate Rinderzunge in Rieslingsoße, Vegetarisches Mango-Süppchen, Frische Hefewaffeln,Hausgemachte Weincreme

Weingut Karl Erbes: Moselländischer Spießbraten mit Fritten und Kartoffelsalat, Spießbratenbrötchen

BENEFIZ: Anne Oster für den Förderverein krebskranker Kinder Trier

Weingut Benedikt Pfeiffer: Gekochtes Rindfleisch mit Remouladensoße, granierter Ziegenkäse mit Gewürzgartenbrot und Weincreme

Weingut Joh. Schmitz-Berres Erben: Wildschweingulasch, Ürziger Sauerbraten mit Spätzle, eingelegte Heringe + Spundekäs

Weingut Keifer: Saftiges Winzersteak vom Buchengrill im Brötchen oder als Tellergericht mit Knoblauchschmand, Krautsalat u. Brötchen, Herzhaftes Gyros als Tellergericht

Weingut C.H. Berres: Reibekuchen mit Apfelmus und Lachs


 


 

# Link | Bettina Bartzen | Dieser Artikel erschien am Freitag, 09. September 2016 um 10:29 Uhr | 3403 Aufrufe

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Warme Sommernächte, ein Glas Riesling in romantischen Gassen mit netten Menschen. Die Region und die Winzer kennenlernen. Dazu ist jetzt die beste Zeit, wenn die Weinfeste beginnen. Das große Weinfest der Mittelmosel in Bernkastel ist eine gute Gelegenheit, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Keltisches Weingelage vom 26. - 28 August im Stadtteil Zell-Kaimt

Kosten Sie die berühmten Rieslinge zum keltischen Weingelage und lassen sich dabei mit Leichtem und Herzhaftem aus der Region von mittags bis in den späten Abend verwöhnen. Lauschige Sommernächte laden Sie in verwinkelte Gassen ein, zu feiern, zu tanzen und zu "schwätzen".

Die Weinstadt Zell an der Mosel ist seit alter Zeit Hauptort im "Zeller Hamm", der Moselschleife. In den malerischen Gassen spiegeln sich 2000 Jahre alte Geschichte wieder. Historische Weinkeller, Museen, Schifffahrten, Aktivitäten "rund um den Wein" und eine lebendige Gastronomie, bieten eine unerschöpfliche Vielfalt. Die ausgedehnten Wanderwege und die attraktiven Ausflugsmöglichkeiten des reizvollen Umlandes, bieten Gelegenheit für mehr als einen Kurzurlaub. Hier ist die weltbekannte Weinlage "Zeller Schwarze Katz" zu Hause. Mit über vier Millionen Weinstöcken ist Zell eine der größte weinbautreibende Gemeinden in Deutschland.

Moselfest Winningen vom 26. August bis 4. September

Winningen liegt an der Untermosel zwischen Koblenz-Güls und Kobern-Gondorf. Ganze zehn Tage lang wird hier das älteste Winzerfest Deutschlands gefeiert. Die romantischen Gassen sind mit Fahnen und Tannengirlanden geschmückt, rund um den Weinhexbrunnen und in allen Lokalen herrscht Hochstimmung. Frühschoppenfahrt auf der Mosel, Krönung der Weinkönigin und Proklamation der Weinhex, Fröhliches Moselfest-Spiel sowie Kunstausstellung und Weinmarkt sind nur einige der vielen unterhaltsamen Programmpunkte. An allen Tagen sorgen Spitzenkapellen für beste Stimmung. Zum Abschluss steht dann beim großen Höhenfeuerwerk die Mosel im Feuerzauber.

Programmauswahl:

Das Moselfest-Spiel wird an folgenden Terminen auf der Freilichtbühne am Marktplatz aufgeführt: Premiere ist am Samstag, 27. August, um 20 Uhr, weitere Aufführungen sind am Sonntag, 28. August, um 18 Uhr, Freitag, 2. und Samstag 3. September, um 20 Uhr, am Sonntag, 4. September, um 15 Uhr.

Dienstag, 30. August, um 14.15 Uhr

Geführte Wanderung des Eifelvereins »Rund um Winningen«, Treffpunkt am Weinhexbrunnen. Krönung der Weinkönigin, um 20.00 Uhr. Proklamation der Weinhex Versteigerung schöner Winzerinnen und junger Winzer in der August-Horch-Halle.

Mittwoch, 31. August

41. Winninger Weinmarkt – Exkursion durch die Winninger Weinerzeugerbetriebe. Die Winninger Winzer stellen über 100 Weine und Sekte vor. Der Verantstaltungsort wird noch bekanntgegeben.

 

Weinfest der Mittelmosel vom 1. bis 5. September in Bernkastel

Lebendige Gastfreundschaft, weltberühmte Weine und gelebtes Brauchtum: Wo könnte man Mosel-Atmosphäre besser erfahren als auf einem der schönsten Weinfeste Deutschlands? Von Moselblümchen, Feuerwerk und neuer Königin ...

Zu den Attraktionen des „Weinfest der Mittelmosel“ zählen die Krönung der neuen Mosella – der Weinkönigin von Bernkastel-Kues - am historischen Marktplatz und das spektakuläre Feuerwerk, das vom Moselufer und der Burg Landshut gestartet wird. Natürlich auch der prächtige Weinfestumzug mit Festwagen von zahlreichen Moselgemeinden und Tanz- und Musikgruppen aus dem In- und Ausland. Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Live-Musik, Moselblümchen-Treffen und Weinprobierabend trägt ein Übriges dazu bei, einen Besuch des Weinfestes zu etwas Besonderen zu machen.

Am Weinfest der Mittelmosel leitet die Mosella – die Weinkönigin der Stadt – für fünf Tage die Geschicke in Bernkastel-Kues. Die amtierende Mosella Alexandra I., die gemeinsam mit ihren Prinzessinnen Isabell und Bea die Stadt zwei Jahre repräsentierte, wird in diesem Jahr verabschiedet und ihre Nachfolgerin Kathrin I. feierlich gekrönt.

Auch die Weinhoheiten aller am Weinfest beteiligten Gemeinden sind zugegen und werden über den roten Teppich schreiten. Neben des geschichtlichen Rückblicks mit Ritter von Hunolstein und dem Herold mit deren Gefolge versammeln sich einige Hundert Schaulustige auf dem historischen Marktplatz, um der Begrüßungs-Zeremonie beizuwohnen. Anschließend werden alle gemeinsam über die Weinstraße ziehen und sich den Gaumengenüssen hingeben.

Programmauswahl:

Donnerstag 1. September

„Weinprobierabend“ Nutzen Sie die Gelegenheit, die köstlichen Weine unserer Mittelmosel-Region in kleinen Probiermengen (Maß 5 cl) zu verkosten; bei Beerenauslesen und Eiswein kann die Probiermenge abweichen

18.30 Uhr: „Moselblümchen trifft Winzerkittel“ - der Name ist Programm: Jede Frau im Moselblümchen und jeder Mann im Winzerkittel erhält ein Präsent und ein Mit-Mach-Ticket zur späteren Verlosung; anschließend gemeinsamer Aufbruch zur Eröffnung der Weinstraße.

Freitag, 2. September, um 20 Uhr

Festlicher Empfang und Krönung von „Mosella“ Kathrin I. in Anwesenheit von Moselweinkönigin Lena Endesfelder, musikalisch umrahmt von städtischen Vereinen, - Begrüßung der Weinköniginnen aller am Weinfest beteiligter Gemeinden auf dem Marktplatz. Verabschiedung von „Mosella“ 2014-16 Alexandra I. und ihrer Prinzessinnen Isabell und Bea, geschichtlicher Rückblick: Ritter von Hunolstein mit Gefolge, Verkündigung der Weinfest-Botscha : Herold mit Gefolge, Krönung von „Mosella“ 2016-18 Kathrin I.

Samstag, 3. September, um 21 Uhr

Feuerwerksfestival von der Burg Landshut und dem Bernkasteler Moselufer

Sonntag, 3. September, um 14 Uhr

Großer Winzer-Festzug in Anwesenheit der Moselweinprinzessin Kristin Weinand Kommentierung in der Burgstraße und auf dem Marktplatz in Bernkastel sowie in der Bahnhofstraße in Kues; der Festzug passiert folgende Straßen: Burgstraße - Römerstraße - Marktplatz - Moselbrücke - Saarallee - Schillerstraße - Goethestraße - Brüningstraße und löst sich in Höhe Feuerwehrhaus Kues auf.

Der gemütliche Tag auf der Weinstarße ist der Montag und am Dienstag der besondere Tag im Vergnügungspark. Vergnügungspark und Kunsthandwerkermarkt sind von freitags bis dienstags geöffnet und erwarten Sie mit zahlreichen Angeboten wie Happy Hour oder einer Märchenstunde.


 


 


 

# Link | Bettina Bartzen | Dieser Artikel erschien am Donnerstag, 25. August 2016 um 09:17 Uhr | 3017 Aufrufe

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